Die Zeit vergeht (nicht)…

Man könnte ja meine, dass ich nach über zwei Jahren geübt im Warten bin, aber da irrt man doch gewaltig! Keine Warteschleife nach Embryonentransfers hat mich auf die Zeit zwischen den Termin einer Frühschwangerschaft vorbereitet…

Unter der Woche geht es, denn da muss ich arbeiten und bin sehr gut abgelenkt. Aber gerade am Wocheneende habe ich Zeit über all die Dinge nachzudenken, die schief gehen können und versuche ständig in meinen Körper reinzuhorchen. Aber der Verräter antwortet einfach nicht!

Ich versuche Symptome zu erkennen und lege alles auf die Goldwaage. Mir ist ab und an schlecht, aber müsste ich mich nicht langsam mal übergeben? Ich bin ständig müde, aber liegt das nicht einfach daran, dass ich früh aufstehe und dann den ganzen Tag arbeite? Mein Brüste tun mir weh, aber liegt das nicht einfach an den Medikamenten? Ich habe immer mal Schmierblutungen, muss ich mir Sorgen machen, oder gehöre ich zu den Frauen, bei denen das halt so ist? Ich habe ständig Hunger, aber müsste das nicht am Anfang anders sein?

Ständig google ich, wie andere Frauen sich in den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft gefühlt haben und lasse mich davon häufig nur noch mehr verunsichern.

Eine Freundin schrieb neulich, dass sie am liebsten täglich zum Arzt gelaufen wäre, um sich versichern zu lassen, dass alles in Ordnung ist und mir geht es echt genauso. Mein erster Ultraschall ist am Freitag und ich kann es echt kaum erwarten. Hoffentlich ist alles gut.

 

(geschrieben an 5+3)

 

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